Spitzwegerich in der Kräuterküche
- Jennifer Güntert
- 16. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Spitzwegerich – Der stille Helfer am Wegesrand
Er wächst dort, wo wir gehen: auf Wegen, Wiesen und Spielplätzen. Der Spitzwegerich ist robust, unscheinbar – und unglaublich wertvoll. Viele kennen ihn als Erste-Hilfe-Pflanze bei Insektenstichen oder kleinen Verletzungen. Doch auch in der Küche ist er nutzbar: mild, leicht pilzartig im Geschmack und überraschend vielseitig.
Aussehen: ca. 15 - 50cm groß, wächst aus Blattrosette hervor. Schmale, lanzettliche Blätter mit deutlichen Blattadern. Weiß-bräunlicher feiner Blütenkranz auf eiförmigen Blütenstand.
Standort: Verdichtete, eher trockene Böden; sonnig bis halbschattig; Wege, Wiesen.
Sammelzeit: April - September
Essbar: Junge Blätter, Blüten.
Geschmack: Mild, leicht pilzartig.
Küche: Roh oder gekocht.
Nährstoffe & Wirkung: Schleimstoffe, Aucubin; reizlindernd, antibiotisch, entzündungshemmend
Rezepte: Salat, Suppe, Hustensirup, geröstete Knospen

Falsche Pilzsuppe mit Wegerich
Du brauchst:
100 g frischer Spitzwegerich/Breitwegerich (Blätter/Blüten)
1 kleine Zwiebel
1 kleine Kartoffel
300 ml Gemüsebrühe
50 g Champignons (optional)
1 EL Butter
2 EL Sahne
Salz · Pfeffer
So geht´s:
Zwiebel und Kartoffel würfeln, in Butter anschwitzen. Brühe zugeben, 10 Min. köcheln. Wegerich grob hacken und zusammen mit den Pilzen einrühren, kurz aufkochen. Suppe pürieren, Sahne unterrühren und abschmecken.
Knusprige Spitzwegerich-Chips
Du brauchst:
junge Spitzwegerichblätter
1 EL Öl
Salz
So geht’s:
Blätter waschen und trocken tupfen. Mit etwas Öl mischen, leicht salzen. Auf ein Backblech legen und bei 160 °C ca. 8–10 Minuten backen, bis sie knusprig sind.
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